Info SGB XI Pflegeversicherung

Was leistet die Pflegekasse?

  • Sachleistung: Die Pflege wird durch einen Pflegedienst durchgeführt.
  • Pflegegeld: Die Pflege wird von einem Angehörigen durchgeführt.
  • Kombination: Die Pflege wird von einem Pflegedienst für einen festgelegten, monatlichen Betrag durchgeführt.

Bei der Einstufung werden vier Kategorien betrachtet: Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung. Je nach Bedarf des jeweiligen Patienten wird dann in Pflegestufen eingeteilt. Diese unterscheiden sich wie folgt:

 

Pflegestufe 1:

Personen, die bei der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung Unterstützung benötigen. Die Grundpflege muss dabei wöchentlich einen Tagesdurchschnitt von 45 Minuten betragen. Die Pflegekasse trägt Leistungen des Pflegedienstes bis zu 468 Euro. Das Pflegegeld hingegen beträgt maximal 244 Euro. Wenn Angehörige den Pflegedienst unterstützen, bezahlt die Pflegekasse eine Kombination aus Pflegegeld und Sachleistung.

 

Pflegestufe 2:

Personen, die mehrmals täglich Hilfe bei der Grundpflege und mehrmals in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung in Anspruch nehmen müssen. Dabei muss der Tagesdurchschnitt der Grundpflege bei zwei Stunden liegen, insgesamt müssen drei Stunden aufgebracht werden. Die Pflegekasse zahlt in dieser Stufe monatlich 1144 Euro, das Pflegegeld liegt maximal bei 458 Euro. Auch hier ist eine Kombination aus Pflegedienst und Sachleistung möglich.

 

Pflegestufe 3:

Personen, die bei der Grundpflege rund um die Uhr Hilfe benötigen und auch bei der hauswirtschaftlichen Versorgung mehrmals in der Woche auf Unterstützung angewiesen sind. Insgesamt muss der wöchentliche Tagesdurchschnitt hier bei fünf Stunden liegen, wobei vier Stunden davon auf die Grundpflege entfallen müssen.

Die Pflegekasse finanziert hier einen Betrag von monatlich bis zu 1612 Euro für den Pflegedienst. Das Pflegegeld liegt bei maximal 728 Euro monatlich. Auch hier ist eine Kombination aus Pflegedienst und Sachleistung möglich.

 

Besondere Fälle werden mit bis zu 1995 Euro monatlich unterstützt.

 

Mehr Leistungen für Demenzkranke

Seit 2013 erhalten Demenzkranke mit Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtunggesetzes (PNG) in der Pflegestufe 0 erstmals und in den Pflegestufen I und II erhöhte Leistungen. Die Beträge 2015:

Pflegegeld für Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz:

  • Pflegestufe 0: 123 Euro
  • Pflegestufe I: 316 Euro
  • Pflegestufe II: 545 Euro
  • Pflegestufe III: 728 Euro

Sachleistungen für Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz:

  • Pflegestufe 0: 231 Euro
  • Pflegestufe I: 689 Euro
  • Pflegestufe II: 1.298 Euro
  • Pflegestufe III: 1.612 Euro

Betreuungs- und Entlastungsleistungen  

Alle Pflegebedürftigen haben Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss für Betreuungs- und Entlastungsleistungen (§ 45b SGB XI) in Höhe von 104 Euro. Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz, also unter anderem Demenzkranke, haben für diese Leistungen sogar einen monatlichen Anspruch in Höhe von 208 Euro. Für die Erstattung müssen die Pflegebedürftigen der Pflegekasse einen Nachweis darüber vorlegen, dass sie einen solchen Dienst in Anspruch genommen haben.

Hierzu zählen Angbote der Tages- oder Nachtpflege, Leistungen der Kurzzeitpflege, besondere Angebote von zugelassenen Pflegediensten zur allgemeinen Anleitung und Betreuung sowie Angebote der hauswirtschaftlichen Versorgung, bei denen es sich nicht um Grundpflegeleistungen handelt, nach Landesrecht anerkannte niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote (§ 45c SGB XI)

 

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